Sollen wir es wirklich machen?

Schon lange beschäftigen wir uns mit der Frage, ob und wie wir unsere Website vermarkten sollen.

So eine kleine Geldspritze ab und zu wäre ja ganz nett. In diesem Blog-Artikel stelle ich Dir mal ein paar unterschiedliche Möglichkeiten vor, mit denen man seine Website (angeblich) monetarisieren kann. Bevor ich allerdings so richtig in das Thema einsteigen werde, hier noch ein paar grundsätzliche Gedanken.

Dieser Artikel bezieht sich auf die Verhältnisse in Deutschland. Und hier gilt das Motto: Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare! Ich kann hier natürlich keine ausführliche Rechtsberatung geben, allerdings sollte man sich im Vorfeld auf jeden Fall Gedanken machen über Themen wie Steuern (als Selbständiger muss man jeden verdienten Cent versteuern) und Versicherungen.

Ein Wort zum Thema Krankenversicherung: sobald man mehr als 470€ monatlich verdient, fällt man raus aus der Familienversicherung. Es gibt da einen harten Cut, wobei die günstigste Krankenversicherung inkl. Pflegeversicherung ca. 200€ + kostet (alle Angaben ohne Gewähr). Ob diese Obergrenze auch für Mini-Jobber, die ja 520€ steuerfrei verdienen dürfen gilt, weiß ich nicht. Einen wirklichen Sinn ergeben diese unterschiedlichen Beträge für mich jedenfalls nicht… (Die Angaben stammen aus Mai 2022)

Traffic:

Bevor man überhaupt mal Kasse machen kann, braucht man eine entsprechende Anzahl von Besuchern auf seiner Website. (laut Google hatten wir im April 2022 immerhin die stolze Zahl von 20!) Und die Konkurrenz schläft auch nicht. Content heißt das neudeutsche Stichwort, und bedeutet soviel wie „Inhalt“ – anders ausgedrückt: der Besuch auf unserer Website soll einen deutlichen Mehrwert bieten, womit dann die treue Leserschaft angelockt wird. Natur- und Reisefotografie ist nun nicht gerade eine kleine Nische…

Hier mal ein Beispiel, um das Ganze etwas zu verdeutlichen:

Angenommen, Du bist Betreiber einer Website, deren Thema die Zucht würfelförmiger Tomaten ist, dann ist die Konkurrenz eher klein. So gut wie jeder Mensch, der sich für dieses Thema interessiert, wird auf Deiner Website landen – schließlich bist Du der einzige Anbieter. Sämtliche Produkte, die man für die Zucht würfelförmiger Tomaten braucht, kann man über Deine Website finden – perfekt! Der einzige Haken dabei: wie viele Menschen brauchen Dein Angebot?

Im Bereich Natur- und Reisefotografie ist das Angebot sehr groß, also ist das Ganze genau umgekehrt. Es gibt sehr viele Interessenten, die im Heer der entsprechenden Websites genau auf unsere Seite stoßen sollten. Sie müssen also die Nadel im Heuhaufen finden, obwohl sie eigentlich gar nicht nach dieser speziellen Nadel suchen. Das Zauberwort in diesem Zusammenhang lautet „Alleinstellungsmerkmal“. Nur stehen wir mit unserem Thema alles andere als allein da. Für richtig exotische Reisen (eines der möglichen Alleinstellungsmerkmale) fehlt uns das Kleingeld, wo sich dann die Katze in den Schwanz beißt…

Pinterest soll angeblich eine „Traffic-Maschine“ sein. Genau genommen ist Pinterest ja kein soziales Netzwerk, sondern eine „Bilder“-Suchmaschine. Dort sollte man dann regelmäßig „pinnen“ (etwa 5 – 10 mal pro Tag, oder auch mehr laut meiner letzten Recherche).

Was heißt denn das schon wieder? Ein Pin ist ein Link in Form einer Grafik (z.B. Foto + Text). Dieser Link führt in der Regel zur Website, wo es dann die auf dem Pin angepriesenen Informationen gibt. Mit etwas Übung soll die Gestaltung der Pins recht schnell gehen, heißt es. Dann nur noch den Link einfügen, die (SEO-optimierte, mit keywords gespickte) Beschreibung eingeben, und fertig ist der Pin. Eine Freundin hat mittlerweile etwa 4500 solcher Pins erstellt, und verdient damit etwa 20€ pro Monat. Klingt nicht nach einer Lizenz zum Geld drucken…

Mit sogenannten freebies könne man Leute auf seine Website locken, heißt es. Was genau sind freebies? Ein besonderes Stückchen „Content“ in Form meistens eines Downloads (pdf, audio, video etc.), kostenlos im Austausch gegen die eMail-Adresse. Und diese eMail-Adresse wird dann mit „Informationen, Angeboten bzw. Werbung“ bombardiert – natürlich nicht, ohne einen gewissen „Mehrwert“ zu bieten.

Affiliate marketing:

Eigentlich klingt es ganz simpel: man erwähnt so ab und zu mal ein Produkt in seinen Blog-Artikeln, dass man verwendet und auch empfehlen kann, fügt den entsprechenden Link zum Händler ein – et voilà, es klingelt in der Kasse in Form einer Mini-Provision.

Google Adsense und Anverwandte:

Eine weitere Möglichkeit zur Monetarisierung wäre die „Pflasterung“ unserer schönen Website mit nervigen Werbebannern, die von den meisten Besuchern (mich eingeschlossen) eh genervt weggeklickt werden.

Kostenpflichtiger download digitaler Produkte:

  • eBooks
  • Fotos (als Datei)
  • (Lern-)Videos oder -Audios
  • Im Fotografie-Bereich wären da noch Lightroom-Presets.
  • sonstige kreative Ideen…

Diese Angebote gibt es dann häufig auch als sogenanntes „Bundle“ – also z.b. als Kurs bestehend aus diversen Medien.

Ein online-Kurs wäre dann quasi die Pflicht, die Kür wäre ein Mitglieder-Bereich, wo es regelmäßig neuen Content gibt. Ergänzt wird das Ganze z.b. durch eine (logischerweise) private Facebook-Gruppe, live-Videos etc. Für diesen Mitglieder-Bereich bezahlt man dann einen monatlichen Obulus. Bestes Beispiel dafür (im Fotografie-Bereich) dürfte wohl die Fotocommunity sein.

Hierbei gilt es noch zu bedenken, dass man für solche Angebote eine Möglichkeit der Zahlungsabwicklung braucht, ggf. Rechnungen ausstellen muss etc. Dafür gibt es entsprechende Anbieter wie beispielsweise elopage oder digistore24. Nur wollen die natürlich auch ihren Anteil vom Kuchen, der (ihr merkt es) immer kleiner wird.

Fazit:

Ich denke, an meiner Ausdrucksweise merkt man schon, dass ich, was die bestehenden Möglichkeiten, über unsere Website Geld zu verdienen, nicht besonders glücklich bin. Die Zeiten, zu denen das Internet eine Art gelobtes Land war, wo man mit etwas Knowhow leicht Geld verdienen konnte, sind wohl schon lange vorbei.

Nichtsdestotrotz, schön wäre es, wenn das mit dem Geldverdienen irgendwie funktionieren würde. In irgendeiner Form könnte unsere Website da durchaus das geeignete Sprungbrett sein. Drückt uns die Daumen, dass wir da unseren Weg finden!

Für diejenigen unter Euch, die sich gern noch genauer über das Thema informieren möchten, hier meine Quellen:

Der Blog von Finn und Nele Hillebrandt „Blogmojo“ bietet viele Informationen zum Thema Bloggen, SEO usw. In diesem Zusammenhang gibt es auch einen interessanten Blog-Artikel über die Möglichkeiten, Geld zu verdienen mit dem Bloggen.

Auch auf der Seite der Phototravellers gibt es (ziemlich versteckt) zwei interessante Artikel zu dem Thema:

Geld verdienen mit dem Blog

So erstellst du deinen eigenen Blog

 

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