Aktualisiert und überarbeitet am 22.07.2022

Wir lieben Eichhörnchen.

Um so mehr, seit wir im Großraum Stuttgart gleich zwei Plätze entdeckt haben, wo die putzigen Nager an Menschen gewöhnt sind.
Bis dahin waren unsere fotografischen Versuche nur selten von Erfolg gekrönt.
Entweder waren die Eichhörnchen zu scheu, der Lebensraum im Wald zu dunkel, oder die hochgelobte Topp-Location zu weit weg.
Nichtsdestotrotz, in den meisten größeren Parkanlagen leben Eichhörnchen, und oft sind sie an Menschen gewöhnt, was fürs Fotografieren natürlich hilfreich ist.
Allerdings kann es auch problematisch sein kann, wenn Tiere ihre Scheu gänzlich verlieren. Nicht immer sind Menschen den zutraulichen Nagern wohlgesonnen. Meist geschieht dies aus Unwissenheit verbunden mit Desinteresse am Wohlergehen der Tiere.
Man sollte also ein paar Punkte berücksichtigen, bevor man sich auf den Weg zu den putzigen Nagern macht.
Nur artgerechtes Futter verwenden! Natürlich ernähren sich Eichhörnchen nicht nur von Nüssen. Sie plündern sogar Vogelnester, und fressen gern einheimische Beeren und Früchte.
Erdnüsse kein übrigens kein gutes Eichhörnchen-Futter. Botanisch betrachtet sind es keine Nüsse sondern Hülsenfrüchte, die ursprünglich aus Südamerika stammen. Bei Eichhörnchen verursachen sie Verdauungsprobleme.
Mit Haselnüssen oder Walnüssen hingegen kann man beim Füttern eigentlich nichts falsch machen.

Unser Ziel ist es ja, gute Fotos zu machen. Natürlich ist es Ansichtssache, aber Haselnüsse finde ich persönlich am fotogensten.

Eichhörnchen

Eines meiner Lieblingsfotos: Eichhörnchen mit Haselnuss

Hier nun unsere Topp-Tipps für bessere Eichhörnchen-Fotos:

 

Tipp 1:

Nüsse mit oder ohne Schale – das ist hier die Frage. Tatsächlich verhalten sich die Hörnchen unterschiedlich. Eine Nuss mit Schale wollen sie vergraben, also springen sie davon. Eine Nuss ohne Schale wird dagegen gleich gefressen, also bleibt das Eichhörnchen (tendenzmäßig) eher sitzen.

Tipp 2:

Wohin nun mit der Nuss? Bei der Wahl der Futterstelle sollte man auf die Umgebung achten. Mülleimer und Co. wollen wir lieber nicht auf unserem Foto haben. Sowohl Abstand als auch die Beschaffenheit des Hintergrundes haben einen großen Einfluss auf die Bildwirkung. Eichhörnchen sind nicht dumm, und finden die Nuss auch an der besten und fotografisch sinnvollsten Stelle. Man muss nur ein bisschen Geduld mitbringen.

 

Ratte

Ansonsten finden die Tiere auch ohne unser Zutun genug Futter, also gehen wir mit den Nüssen eher sparsam um. Tatsächlich können Futterreste auch Probleme verursachen. An einer Eichhörnchen-Stelle gab es eine regelrechte Rattenplage (wir haben tolle Ratten-Fotos 🙂 machen können). Daher sollte man keine Futterreste zurück lassen.

Tipp 3:

Wir fotografieren Eichhörnchen am liebsten im Herbst oder Winter. Dann haben sie nämlich diese Pinselchen an den Ohren und sehen besonders niedlich aus. Außerdem ist es im Wald heller wenn die Blätter weg sind, oder Schnee liegt.

Tipp 4:

Eine möglichst kurze Verschlusszeit hilft, scharfe Bilder zu bekommen. Vorsicht bei zu hohem ISO: da gehen in der Regel die Details (vor allem im Fell und an besagten Ohrpinselchen) flöten. Wenn es zu dunkel wird, gehen wir persönlich lieber nach Hause, oder widmen uns anderen fotografischen Themen.

Tipp 5:

Empfehlenswert ist eine Brennweite ab 200mm, wobei ich auch schon (bei besonders zutraulichen Eichhörnchen) Fotos mit Weitwinkel habe machen können.

Eichhörnchen mit Weitwinkel

Zutrauliches Eichhörnchen mit Weitwinkel fotografiert

Tipp 6:

Je nach Größe und Gewicht des Objektivs kann ein Einbeinstativ hilfreich sein. Wer es eher gemütlich angehen möchte, kann auch einen Klappstuhl mitbringen. ( Das ist kein Witz, und wurde von uns schon oft gesehen!)

Tipp 7:

Beim Fotografieren auf Augenhöhe wirken die Eichhörnchen putziger, wobei es manchmal schwierig ist, diesen Tipp umzusetzen, v.a. wenn das Eichhörnchen oben auf einem Baum sitzt. Da hilft dann nur ein größer Abstand. Dadurch wird dann der Winkel zwischen Eichhörnchen und Kamera kleiner, und die Bildwirkung verbessert sich.

Mit diesen Tipps sollte Deinem Erfolg als Eichhörnchen-Fotgraf nun nichts mehr im Wege stehen!

Viel Spaß und Erfolg beim Umsetzen!

Hier geht es zu unserer Eichhörnchenfoto-

Galerie:

Möchtest Du gern wissen, wie wir unsere Eichhörnchen-Fotos machen? Dann schau Dir unsere Fotoshow „Making-of Eichhörnchen“ an!